3 Die Nachhaltigkeit und der Planungs- und Bauprozess

Um bei Bauprojekten Lösungen zu erzielen, die den drei Bereichen der Nachhaltigkeit gerecht werden, ist der Thematik von Beginn an die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Es reicht heute nicht mehr, Fragen dazu kurz vor der Baueingabe zu stellen. Die wichtigsten Entscheide sind ganz zu Beginn des Planungsprozesses festzulegen. Einmal falsch gefällte Entscheide lassen sich in späteren Planungsschritten kaum mehr korrigieren oder höchstens mit hohen Kostenfolgen.

Kompetenzen bezüglich der Nachhaltigkeit müssen nicht nur die projektierenden Planer besitzen. Auch der Auftraggeber muss die nötige Bestellerkompetenz dazu aufweisen. Im Projektpflichtenheft hat der Auftraggeber seine Ziele zu umschreiben. Der Gesamtleiter kann ihn dabei beraten und Wege aufzeigen.

Um die Verständigung zwischen Auftraggebern und Planer bei der Bestellung und Leistungserbringung zu unterstützen, hat der SIA als Instrument die Empfehlung SIA 112/1 "Nachhaltiges Bauen - Hochbau" veröffentlicht. Sie nennt mögliche Kriterien und Ziele.

Anhand der Phasen aus dem Leistungsmodell SIA 112 zeigt sie auf, welche Entscheide wann getroffen werden müssen und was für Leistungen dazu zu erbringen sind.

Kommentare sind geschlossen